Glauburgbunker, 25.01.2019, Blick von Lenaustraße

Glauburgbunker, 25.01.2019, Blick von Lenaustraße

Die Geschichte des Glauburgbunkers

Der Bunker am Glauburgplatz wurde als Luftschutzbunker in den Jahren 1940-1943 erbaut. Mit 38 m Länge und 14 m Breite kommt er auf eine Grundfläche von 532 qm. Insgesamt hielt der Bunker 771 Schutzplätze vor, verteilt auf 4 Etagen.

Die ca. 2,15 m dicken Wände und das ca. 2 m dicke Dach aus Stahlbeton sollten gegen die Luftangriffe der Alliierten schützen. Zur Tarnung gegenüber deren Luftaufklärung wurde das Dach mit Schiefer eingedeckt, falsche Fenster, die Balustrade sowie Gauben angebracht. Gegen Kriegsende nutzte die Wehrmacht den Bunker als Hauptquartier für Frankfurt.

Nach dem zweiten Weltkrieg fungierte der Bunker übergangsweise als Flüchtlingsunterkunft des Fürsorgeamtes, dann kurzzeitig als Sitz der Frankfurter Kreditanstalt. Zwei Fenster wurden 1948 in die Fassade gebrochen.

Während des Kalten Krieges wurde der Glauburgbunker weiterhin als Zivilschutzbunker in Stand gehalten, was sich mit dem Ende des Kalten Krieges nach 1989 erübrigte.

Im Mai 1995 wurde das Gebäude an den privaten Inhaber Gerhard Stief verkauft, der dort seit dem 1. April 1994 das private Explora-Museum betrieb. Die Ausstellung umfasste dreidimensionale Bilder, optische Täuschungen und (physikalische) Experimente.

Vor allem außen wurden einige Veränderungen von dem neuen Besitzer vorgenommen: Der nördliche Vorbau (ursprünglich ein Heizungsanbau) und ein Schornstein wurden 2009 abgerissen und ein weiteres Stockwerk aufgesetzt. Auf den Dachflächen wurden moderne Aufbauten eingepasst.

Das Museum wurde Ende November 2016 nach 21 Jahren geschlossen.

Auch das spanische Restaurant Alhambra, das in den letzten Jahren im Erdgeschoss und der Terrasse des Bunkers beheimatet war, musste seine Türen im Glauburgbunker 2017 schließen - auf dem Atzelberg in Seckbach hat es ein neues Zuhause gefunden.


Quellen:

Wikipedia “Explora”: https://de.wikipedia.org/wiki/Explora, letzter Zugriff: 25.03.2019

Hampel, Andrea (2012): Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main, Hochbunker in Frankfurt am Main. Hrsg.: Denkmalamt der Stadt Frankfurt am Main und dem Frankfurter Denkmalforum. Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt, M. : Henrich Ed